JLU Justus-Liebig-Universität Gießen

Homepage: uni-giessen.de
Standort: Gießen
Dozenten: 546
Kurse: 1.218
Bewertungen: 5.015
Einrichtungen: 2


MINT10

Portrait der Uni Gießen

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) verbindet ein breites Angebot der Rechts-, Wirtschafts-, Geistes- und Sozialwissenschaften mit einer in Deutschland einzigartigen Fächerkonstellation in den Natur- und Lebenswissenschaften. Agrar-, Umweltund Ernährungswissenschaften sowie Human- und Veterinärmedizin sind Fächer, die in dieser Kombination nur an sehr wenigen deutschen Hochschulen vertreten sind.

Im Bereich der Kultur- und Geisteswissenschaften tragen neben dem Sonderforschungsbereich »Dynamiken der Sicherheit« unter anderem die Arbeitsstelle Holocaustliteratur sowie die Angewandte Theaterwissenschaft zum besonderen Profil der Universität bei. Wissenschaftliche Zentren wie das Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) und das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) schärfen das Profil nachhaltig.

An der JLU erfolgen Evaluations- und Verbesserungsprozesse im stetigen Dialog mit denjenigen, die ein Recht auf gute Ausbildung haben: den Studierenden. So arbeiten Mitglieder des Präsidiums und Studierende seit 2009 in einer Monitoring-AG zusammen, um die Umsetzung des Bologna-Prozesses an der JLU zu optimieren. Die jährlichen Studierendenbefragungen der JLU zeigen: Der Anteil der zufriedenen Bachelor-Studierenden an der JLU ist seit dem Wintersemester 2006/07 deutlich gestiegen – von damals 58 Prozent auf 72 Prozent im Wintersemester 2012/13.

Eine besondere Verantwortung sieht die JLU in der Lehrerausbildung und –fortbildung, in der sie besonders breit aufgestellt ist: Die JLU verfügt über das umfangreichste Angebot in Hessen in diesem Bereich. Sieben der elf Fachbereiche sind in die Lehrerausbildung einbezogen; über 20 Prozent der Studierenden sind Lehramtsstudierende. Ein kontinuierlicher Ausbau der empirischen Unterrichts- und Bildungsforschung unterstreicht die Bedeutung dieses Profilbereichs der JLU. Im Jahr 2005 wurde das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) errichtet, das vom Ersten Vizepräsidenten der JLU geleitet wird.

Die Universität Gießen ist stolz auf ihre über 400-jährige Geschichte. Sie wurde am 19. Mai 1607 mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde durch Kaiser Rudolf II. als Landesuniversität von Hessen-Darmstadt gegründet.

Justus Liebig, der 1824 als Professor der Chemie nach Gießen kam, stellte an der JLU die organische Chemie auf eine neue wissenschaftliche Grundlage und führte die forschungsnahe und praxisbezogene Ausbildung von Studenten im Labor ein. Er verband exzellente Grundlagenforschung mit konkreten Anwendungen; als Beispiel sei der weltberühmte Liebig-Fleisch-Extrakt genannt, der noch heute erhältlich ist. Auch vernetzte sich Justus Liebig mit Kollegen in ganz Europa und betrieb damit systematische Internationalisierung bereits im 19. Jahrhundert. In diesem Sinne fühlt sich die JLU auch heute noch ihrem Namensgeber durch anwendungsnahe („translationale“) Forschung und Lehre auf höchstem Niveau sowie in internationaler Zusammenarbeit verpflichtet.

Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich neben Liebig eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004).

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