MeinProf-Hochschulranking 2015

  1. 1. Das MeinProf-Hochschulranking 2015: Welche Hochschule hat die besten Bewertungen?
    1. 1.1 Wie kommen wir zu den Ergebnissen?
    2. 1.2 Wie berechnen wir die Durchschnittsnote?
  2. 2. Hochschulranking nach ›Verständlichkeit der Lehre‹
  3. 3. Die Rankings 2014 – 2015 im Vergleich

Das MeinProf-Hochschulranking 2015: Welche Hochschule hat die besten Bewertungen?

Platz Hochschule Durchschnitt
1 HAW Landshut
4.293
2 RWTH Aachen
4.235
3 FH Kiel
4.184
4 HS Aschaffenburg
4.159
5 HS Koblenz
4.137
6 DHBW Mannheim
3.982
7 Uni Gießen
3.939
8 Ostfalia
3.854
9 HS Zittau-Görlitz
3.85
10 Uni Köln
3.833

Wie kommen wir zu den Ergebnissen?

Auf MeinProf.de bewerten Studierende die Kurse ihrer Dozenten. Auf Basis dieser Bewertungen errechnen wir einmal jährlich für jede Hochschule eine Durchschnittsnote. Diese Durchschnittsnote gibt Aufschluss darüber, wie die Studierenden die Qualität der Lehre an ihrer Hochschule einschätzen.

Ganz bewusst bezieht unser Hochschulranking keinerlei andere Kriterien mit ein – denn in unserem Selbstverständnis als Plattform für Evaluation der Lehre sehen wir unseren Auftrag in der singulären Offenlegung der Frage: Wie zufrieden sind Studierende mit der Lehre an ihrer Hochschule? Auf der Suche nach einer authentischen und ehrlichen Meinung über die Lehrqualität an Deutschlands Hochschulen sind Studierende Insiderquelle Nummer eins. Die einzelnen Bewertungen ergeben eine einzigartige Multiperspektivität auf das Studium an deutschen Hochschulen, die das Hochschulranking jährlich in einer Übersicht zusammenfasst.

Alle Bewertungen, die an einer Hochschule abgegeben werden → Durchschnittsnote

Jede Kursbewertung auf MeinProf.de setzt sich aus Teilwertungen in den Kriterien ›Fairness‹, ›Interesse‹, ›Material‹, ›Unterstützung‹, ›Verständlichkeit‹ und ›Spaß‹ zusammen. Die Einzelwertungen, in denen jeweils bis zu fünf Punkte vergeben werden können, kumulieren sich zu einer Gesamtbewertung der Lehrqualität.

Verständlichkeit der Lehre

›Bekomme ich Antworten auf meine Fragen?‹ Lehre ist nur dann verständlich, wenn der Dozent auf die Studierenden eingeht.
Foto: gokoroko/Quelle: freeimages.com

Wie berechnen wir die Durchschnittsnote?

Zunächst nehmen wir Hochschulen, deren Studierende weniger als 1.000 Bewertungen abgegeben haben, aus der Berechnung heraus – eine Datenbasis von unter 1.000 ist zu gering, um eine repräsentative Grundgesamtheit garantieren zu können. Somit bleiben auf MeinProf.de 151 Hochschulen, die mehr als 1.000 Bewertungen haben und gerankt werden können.

Unter 1.000 Bewertungen → keine Teilnahme am Hochschulranking

Teilnehmende Hochschulen bekommen eine einfache Durchschnittsnote für alle Bewertungen, die bis einschließlich Ende 2012 für sie abgegeben wurden. Für das Jahr 2014 und das Jahr 2015 errechnen wir jeweils eine eigene Durchschnittswertung: Diese setzt sich nur aus den Bewertungen zusammen, die in diesen beiden Jahren abgegeben wurden. So berücksichtigen wir den langfristigen Trend und können trotzdem auf aktuelle Maßnahmen der Hochschulen eingehen, mit denen diese verstärkt an ihrer Lehrqualität gearbeitet haben.

Am stärksten gewichten wir mit 50 Prozent die Durchschnittsnote aus 2015. Die Durchschnittsnote für 2013 fällt mit 30 Prozent, die Durchschnittsbewertungen aller anderen Jahre fallen mit 20 Prozent ins Gewicht.

Hochschulranking nach Verständlichkeit der Lehre

Platz Hochschule Durchschnitt
1 RWTH Aachen
4,328
2 HAW Landshut
4,319
3 FH Lübeck
4,301
4 FH Kiel
4,260
5 HS Koblenz
4,198
6 Uni Marburg
4,111
7 HS Aschaffenburg
4,083
8 DHBW Mannheim
4,081
9 Uni Gießen
4,033
10 FH Münster
3,993

Die Durchschnittsbewertung der Hochschulen nach dem Kriterium "Qualität der Lehre" ergibt immer eine klare Rangfolge der am besten bewerteten Hochschulen.

Um die Ergebnisse des MeinProf-Hochschulrankings und die damit verbundene Aussage über die Qualität der deutschen Hochschullehre differenziert darstellen zu können, haben wir ein zweites Hochschulranking initiiert: Aus den Teilwertungen eines einzigen Bewertungskriteriums, 2015 ist das die ›Verständlichkeit der Lehre‹, kann eine zweite Durchschnittsbewertung gebildet werden, die differenziert aufzeigt, an welchen Hochschulen Studierenden nicht nur die qualitativ hochwertigste, sondern die verständlichste Lehre geboten wird.

MeinProf-User haben die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welches Differenzial-Kriterium wir dem zweiten Hochschulranking zugrunde legen sollen. Gemäß dem demokratischen Prinzip der Mitbestimmung, dem sich die Evaluationsplattform verpflichtet hat, konnten sich die Studenten via Newsletter und Umfrage zwischen ›Fairness‹, ›Interesse‹, ›Material‹, ›Spaß‹, ›Unterstützung‹ und ›Verständlichkeit‹ der Lehre entscheiden. Im zweiten Jahr in Folge haben die Studierenden entschieden, dass die zweite Auswertung auf dem Kriterium ›Verständlichkeit der Lehre‹ basieren soll.

Für die Gesamtwertung im Ranking für ›Verständlichkeit der Lehre‹ wird der Jahresdurchschnitt der in 2014 eingegangenen Bewertungen mit 60 Prozent gewichtet, die 2013 eingegangenen Wertungen gewichten wir mit noch 30 Prozent, die Wertungen aus den Jahren 2005 bis 2012 fallen mit zehn Prozent kaum noch ins Gewicht.

Lernen im Grünen

Gute Lehre allein reicht nicht aus. Auch Lernbereitschaft ist gefragt, um ein Studium erfolgreich zu beenden.
Foto: graur razvan ionut/Quelle: freedigitalphotos.net

Die Rankings 2014 – 2015 im Vergleich

Gesamtsieger 2015 ist die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Landshut. Das kommt einer kleinen Sensation gleich: Seit dem ersten MeinProf-Hochschulranking im Jahr 2007 konnte sich die Hochschule Aschaffenburg kontinuierlich den ersten Platz sichern. Nun hat die HAW Landshut erstmals das Siegertreppchen erklommen und einen Riesensprung hingelegt: Von Gesamtwertung 3,85 hat sie sich innerhalb des vergangenen Jahres auf 4,29 verbessert und ist damit in diesem Jahr die Hochschule mit den zufriedensten Studierenden.

Das sieht man auch im Differenzial-Ranking nach ›Verständlichkeit der Lehre‹: Hier fällt die Wertung der HAW Landshut mit 4,32 noch besser aus als die Gesamtwertung. Damit befindet sich Landshut in diesem Ranking nur um 0,01 Punkt hinter der Siegerhochschule RWTH Aachen.

Die größte technische Hochschule Deutschlands ist außerdem auf Platz zwei im Gesamtranking und kann sich damit im Gegensatz zum Vorjahr um eine Platzierung verbessern. Damit geht sie als beste Universität aus dem MeinProf-Hochschulranking hervor.

Den dritten Platz nimmt die FH Kiel ein. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften aus dem Norden ist Neueinsteiger ins Gesamtranking. 2014 belegte die FH Kiel bereits Platz drei im Ranking nach ›Verständlichkeit der Lehre‹, möglicherweise hat der Einzug in diese Auswertung den nötigen Auftrieb für den Sprung ins Gesamtranking gegeben. Im Hochschulranking nach ›Verständlichkeit der Lehre‹ belohnen die Bewertungen der Studenten die FH Kiel mit dem vierten Platz. Sie folgt auf eine andere Hochschule aus dem Norden, die FH Lübeck (Platz drei), die zum ersten Mal in einem MeinProf-Hochschulranking auftaucht.

Die Hochschule Aschaffenburg belegt mit einer Gesamtwertung von 4,16 den vierten Platz im allgemeinen Hochschulranking. Im vergangenen Jahr hätte sie damit noch Platz drei erreicht, aber die Durchschnittswertungen in den beiden Ranglisten sind insgesamt besser geworden – im Ranking nach ›Verständlichkeit der Lehre‹ haben neun von zehn Plätze eine Durchschnittsnote von über 4,0. Im Ranking nach ›Verständlichkeit‹ schafft es die HS Aschaffenburg deshalb auf Platz sieben. Sie behauptet sich in dieser Auswertung gegen immerhin vier Neueinsteiger: Die HAW Landshut, die FH Lübeck, die Uni Marburg und die FH Münster steigen in der aktuellen Auswertung neu in die Rangliste der am besten bewerteten Hochschulen in punkto ›Verständlichkeit‹ ein.

Neben der FH Kiel erlangt im Gesamtranking auch die Ostfalia-Hochschule erstmals einen Platz (acht) im MeinProf-Hochschulranking. Allerdings war sie bereits 2014 unter den Top Ten MINT-Hochschulen, die MeinProf mit der Aktion MINT10 jährlich ermittelt.

Lernende auf dem Campus

In einer schönen Umgebung lernt es sich leichter.
Foto: kalilo/freeimages.com

Das MeinProf-Hochschulranking besteht seit jeher vor allem aus Fachhochschulen. Ein Grund dafür ist sicherlich der gesteigerte Fokus, der in Hochschulen auf Lehre und Betreuung gelegt wird, während an Universitäten die Forschung einen breiteren Raum einnimmt. Dennoch schaffen es mit der RWTH Aachen auf Platz zwei, der Uni Gießen auf dem siebten Rang und der Universität zu Köln (Platz zehn) drei Universitäten ins Gesamtranking. Auch im Ranking nach ›Verständlichkeit der Lehre‹ können sich drei Universitäten positionieren: die RWTH Aachen (Platz eins), die Uni Marburg (Platz sechs) und die Uni Gießen (Platz neun).

Das gesamte MeinProf-Team freut sich für und mit allen Hochschulen, die es in die Rankings geschafft haben. Besonders bedanken möchten wir uns bei allen Studierenden, die sich Jahr für Jahr die Mühe machen, ihren Dozenten ehrliches und konstruktives Feedback zu geben - ohne euch könnten wir dieses Ranking nicht erstellen!

Rankings 2014 und 2015 im Vergleich