MeinProf-Hochschulranking

9. Platz: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Erreichte Durchschnittsnote: 2,13
Anzahl eingegangener Bewertungen: 1545

1) Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie, die alleine auf der Einschätzung der Studenten beruht?

„Über das gute Abschneiden im Hochschulranking des MeinProf e.V. sind wir sehr erfreut“, so die Reaktion des Rektors der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Klaus Dicke, nach Bekanntwerden des Ergebnisses. Dass die Jenaer Universität unter den Top 10 der Hochschulen zu finden ist, zeige deutlich, dass man an der größten Thüringer Hochschule eine sehr gute Lehrsituation aufgebaut habe. Traditionell verfüge die Friedrich-Schiller-Universität über sehr gute Lehrbedingungen in den naturwissenschaftlichen Fächern und der Medizin. „Dass dies inzwischen auch für die Geistes- und Sozialwissenschaften gilt, belegt das Ranking eindrücklich“, so Prof. Dicke.

2) Haben Sie in den letzten Jahren gezielt Maßnahmen ergriffen, um die Lehrqualität zu steigern?

Um die Qualität der Lehrveranstaltungen zu steigern, wird das Lehrangebot der Friedrich-Schiller-Universität Jena ständig evaluiert. So z. B. im Rahmen des Mitteldeutschen Universitätsverbundes. In diesem Verbund kooperieren die Universitäten Halle/Wittenberg, Leipzig und Jena. Seit 2000 besteht die „Lehrevaluation in der Universitätspartnerschaft“ (LEU), die ein gemeinsames Verfahren zur Evaluation der Studienqualität an den drei Universitäten beinhaltet. Gegenstand der Evaluation sind Studienfächer (und nicht einzelne Lehrveranstaltungen), das heißt: Studien- und Prüfungsorganisation, Studienablauf, Lehrangebot, Service, Rahmenbedingungen etc. der in diesem Fach angebotenen Studiengänge. Außerdem reagiert die Universität sehr sensibel und unmittelbar auf auftretende Mängel. „Es gibt einen steten Austausch der Universitätsleitung mit den Fachschaften und Fakultäten, um Schwachstellen zu identifizieren und zu beseitigen“, betont Rektor Prof. Dicke. Um exzellente Lehre zu fördern, lobt die Universitätsleitung zudem seit 2005 einen Lehrpreis des Rektors aus.

3) Warum sollte sich ein Student für die Uni Jena entscheiden?

Jena ist seit 450 Jahren eine Stadt der Studenten. Die rund 20.000 Studenten der Universität sind im heutigen Stadtbild nicht zu übersehen. Die studentische Kultur- und Kneipenszene, das Sport- und Freizeitangebot prägen den Charakter der 100.000-Einwohner Stadt Jena und geben ihr einen besonderen, unverwechselbaren Charme. Doch nicht nur studentische Traditionen sind ausschlaggebendes Entscheidungskriterium für ein Studium an der Jenaer Universität. Vielmehr werden die forschungs- und praxisbezogenen Studiengänge geschätzt. Ein weiterer Vorteil ist Jenas zentrale Lage in Deutschland: nach Berlin sind es 250 Kilometer, nach München keine 400. Zudem ist Jena eine Stadt der kurzen Wege. Man kann im Grünen wohnen und in wenigen Minuten in der City sein. Auch die Städte der Umgebung, z. B. Weimar und Erfurt, sind per Semesterticket kostenlos mit der Bahn erreichbar.

Kurzvorstellung der Hochschule:

Denken ohne Grenzen
In Jena ist nichts weit. Man kann im Grünen wohnen und in wenigen Minuten in der City sein – und umgekehrt. Die Grenzen sind fließend – urban wie intellektuell. Denn kurze Wege gibt es in Jena auch im übertragenen Sinne: durch persönliche Kontakte zwischen den Wissenschaftlern untereinander und mit den Verantwortlichen in Stadt und Wirtschaft. So lassen sich Vorhaben in Forschung und Lehre schnell und unkompliziert anschieben – und die Kreativität hat freien Lauf. Hier gibt es auch in den Köpfen keine Grenzen, bestätigen viele Jenaer Wissenschaftler und nutzen dies für innovative Projekte über Fachgrenzen hinweg.

Auf Traditionen gegründet, in der Moderne angekommen
Immer wieder neue Ideen produzieren oder Bekanntes auch einmal ganz anders denken – das ist eine Stärke der 1558 gegründeten Universität an der Saale, der einzigen Volluniversität des Freistaates Thüringen. Mit großen Namen wie Goethe, Schiller, Döbereiner, Hegel, Fichte, Schelling, Haeckel, Abbe und Zeiss im Rücken präsentiert sich die einst vom Landesherr Johann Friedrich I. gegründete „Hohe Schule“ heute als moderne Universität, deren Wissenschaftler in vielen Bereichen zu den Spitzenforschern ihres Fachs gehören.

Beispiel Ökologie
Dieses Fach hat die längstmögliche Tradition in Jena, denn hier wurde der Begriff im Jahr 1866 von Ernst Haeckel erstmals verwendet, um eine neue Teildisziplin innerhalb der Biologie zu definieren, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen den Organismen und ihrer Umwelt beschäftigt. Heute forschen die Mitarbeiter, Doktoranden und Diplomanden am Universitäts-Institut für Ökologie vor allem im Bereich der Biodiversität, der Evolutionären Verhaltensökologie, der Polarökologie, der Sukzessionsforschung und der Anwendung von Multivariater Statistik für die Ökosystemanalyse. Zusammen mit den beiden Jenaer Max-Planck-Instituten für Chemische Ökologie (gegründet 1996) und Biogeochemie (gegründet 1997) hat sich hier ein Zentrum der ökologischen Forschung in Deutschland entwickelt. Weitere „Nachfahren“ Ernst Haeckels sind in hochschuleigenen und außeruniversitären Einrichtungen auf dem Forschungscampus Beutenberg und im Bioinstrumente Jena e.V. organisiert. In zahlreichen biotechnologisch ausgerichteten Projekten arbeiten sie institutionenübergreifend zusammen und bieten damit auch Wissenschaftlern von außerhalb einen wichtigen Grund, nach Jena zu kommen: Zu Weiterbildungs-Workshops, die zum Beispiel das „Jena Centre for Bioinformatics“ organisiert, reisen jährlich Wissenschaftler und Industrievertreter aus aller Welt an, um von den Jenaern zu lernen. Andersherum reisen Jenaer Wissenschaftler zum Gedankenaustausch in alle Welt.

Beispiel Bibliotheken und Sammlungen
Einst schuf der Geheime Rat Goethe durch seine Unterstützung in der „Stapelstadt des Wissens“, wie er Jena respektvoll nannte, die Grundvoraussetzungen für wissenschaftliches Arbeiten: Bibliothek, Botanischer Garten, naturkundliche Archive und Laboratorien unterlagen seinem Ordnungssinn, Einrichtungen wie die Sternwarte und die Mineralogische Sammlung gehen auf seine Initiative als zuständiger Minister zurück. Heute verfügt Jena über eine der modernsten europäischen Bibliotheken. In dem erst Ende 2001 fertiggestellten modernen Hauptgebäude können Studenten an zahlreichen Computerarbeitsplätzen oder auch mit ihrem eigenen Laptop arbeiten und online gehen – und das zu besucherfreundlichen Öffnungszeiten von 9 bis 22 Uhr, wobei eine eigene Cafeteria in der Bibliothek für den nötigen Energienachschub sorgt. Wer erstmal schauen möchte, ob sich der Weg in die ThULB, die „Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek“, für ihn lohnt, kann vom heimischen PC aus via Online-Katalog in den fast vier Millionen Einheiten recherchieren – neben Büchern findet er dort auch Tonträger, Videos und DVDs, CD-ROMs, Noten, Karten und Lose-Blatt-Sammlungen. Außerdem verfügt Jena mit „UrMEL“ (University Multimedia Electronic Library) seit 2001 über eine digitale Bibliothek, die kontinuierlich erweitert wird, und eine umfangreiche Elektronische Zeitschriftenbibliothek, in der man Fachartikel direkt recherchieren und beziehen kann.

Die 20 traditionsreichen Sammlungen und Museen der Universität (siehe: http://www.uni-jena.de/Einrichtungen.html) sowie ihre musealen Partner der Stadt bieten neben viel Fachwissen und Anschauungsmaterial auch moderne Events wie die jährliche „Nacht der Museen“ an und sind mit vielen Sonderaktionen für Einheimische wie Touristen immer wieder ein beliebtes Ziel.

Weiterführende Links:

Uni Jena auf MeinProf.de
Webseite der Uni Jena

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